Alkohol in unserer Gesellschaft

AlkoholWie die Gesellschaft unter Alkohol leidet

Alkohol ist seit Jahren ein fester Bestandteil vieler Länder und Kulturen. Auch bei uns im deutschsprachigen Raum gehören alkoholische Getränke wie selbstverständlich zu unserer Gesellschaft. Zwar weiß jeder, dass er nicht gesund ist und große Risiken mit sich bringt, aber dennoch ist er auf Grund der Legalität leicht zugänglich und wird von einem Großteil regelmäßig konsumiert. Dies ist gefährlich, denn er kann süchtig machen. Besonders junge Menschen konsumieren auf Feiern sehr viel und sind daher anfällig für den Alkoholmissbrauch, weil sie trotz der bestehenden Gesetze immer wieder an die Gesellschaftsdroge herankommen. Auf Grund der verheerenden Folgen und dem Ausmaß des Alkoholkonsums ist dies daher längst zu einem gesellschaftlichen Problem geworden. Gerade bei jungen Menschen gehört der Alkoholkonsum auf Feiern automatisch dazu und das, obwohl sie ihre Grenzen nicht kennen.

Alarmierende Zahlen und Fakten

Es gibt zahlreiche Umfragen und Studien, die eine Vermutung nahelegen, dass unsere Gesellschaft zu viele alkoholische Getränke konsumiert und die Gesellschaftsdroge zu einem großen Problem geworden ist. So soll beispielsweise jeder Deutsche pro Jahr eine ganze Badewanne voll zu sich nehmen. Außerdem ist nicht nur der Durchschnitt der Bevölkerung alarmierend, denn es konsumieren in Deutschland fast 10 Millionen Menschen alkoholische Getränke in einem ungesunden Maße. 1,3 Millionen Menschen gelten als alkoholabhängig und weniger als zehn Prozent davon unterziehen sich letztendlich einer Therapie. Dies bedeutet, dass über 90 Prozent der Alkoholsüchtigen das Problem selbst noch gar nicht erkannt haben oder aber trotz der Erkenntnis nichts an ihrer Situation verändern. Auch deshalb sterben in Deutschland jedes Jahr rund 75.000 Menschen an den direkten oder aber den indirekten Folgen des Alkoholmissbrauchs. Diese Zahl ist erheblich höher als beispielsweise die Zahl der Verkehrstoten, auch wenn viele Unfälle durch den Alkoholkonsum erst verursacht werden. So sterben an den Folgen des Alkoholmissbrauchs pro Jahr rund 20 mal mehr Menschen als an Verkehrsunfällen.

Die Gefahr der Alkoholsucht

Experten unterscheiden zwischen einem Alkoholsüchtigen und einem Alkoholgefährdeten. Entscheidend für die Einstufung ist neben der Menge und der Häufigkeit des Alkoholkonsums auch die psychische Einstellung dazu. Bevor jemand alkoholsüchtig ist, wird er als alkoholgefährdet eingeschätzt. Dann ist es wichtig, die Grenzen zu kennen und die Reißleine zu ziehen und zu verhindern, in die Sucht abzurutschen. Dies gestaltet sich oftmals als sehr schwierig, da der Stoff auf Grund der Legalität leicht zugänglich ist. Die Alkoholsucht wird als seelische Erkrankung bezeichnet, die Menschen aus allen Schichten ereilen kann. Meist geht sie einher mit privaten oder beruflichen Problemen. Wenn sich Menschen unglücklich fühlen und den Schmerz der Realität nicht mehr ertragen können, greifen sie häufig zu Alkohol, um den Schmerz im wahrsten Sinne des Wortes zu ertränken. Die fatale Abwärtsspirale beginnt dann, wenn sich die betreffende Person gar nicht mehr nüchtern wohlfühlen kann und den angetrunkenen Zustand der Nüchternheit vorzieht. Da der Übergang des Alkoholgefährdeten hin zum Alkoholsüchtigen schleichtend geschieht, merken Betroffene oftmals ihre eigene ernste Lage nicht.

Die Folgen der Sucht

Ist eine Person alkoholsüchtig geworden, so durchlebt der Charakter meist eine große Veränderung. Sie wird unzuverlässig, ungeduldig und leider sehr oft auch gewaltbereit. Eine Alkoholabhängigkeit kann in sehr kurzer Zeit dafür sorgen, dass die erkrankten Personen in ihrem Leben alles verlieren. Meist wird zuerst der Arbeitsvertrag gekündigt, da die Unzuverlässigkeit nicht zu dulden ist. Daraufhin verschlimmert sich die finanzielle Situation bis hin zum Ruin und dem Verlust der Wohnung. Da sich die Freunde und in vielen Fällen auch die Familie von betroffenen Personen abwenden, stehen diese Menschen plötzlich alleine da. Es wird daher empfohlen, so früh wie möglich einzugreifen, sollte bei einem Bekannten oder gar Verwandten ein übertriebener Alkoholkonsum festgestellt werden.