Alkohol & Straßenverkehr

StraßenverkehrKein Alkohol am Steuer für mehr Sicherheit

Fast jeder Deutsche trinkt zwischendurch alkoholische Getränke und nimmt trotzdem am Straßenverkehr teil. Ab und zu ein Glas Wein oder Bier schadet Ihnen nicht. Es wird erst gefährlich, wenn Sie sich mit Alkohol im Blut ans Steuer oder auf´s Fahrrad setzen. Das Reaktionsvermögen kann schon nach dem Genuss einer kleinen Menge Alkohol eingeschränkt sein – teilweise mit verheerenden Folgen.

Was ist Alkohol und was bedeutet Promille?

Der trinkbare Alkohol wird Ethanol genannt. Es ist genau genommen ein Zellgift, dass die Zellen im Körper angreift und zerstört. Außerdem besitzt er ein hohes Suchtpotenzial, das dazu führt, dass der Drang, Alkohol zu trinken, immer größer wird.

Promille ist eine Einheit, die zum Messen des Alkoholgehalts im Blut genutzt wird. Sie bedeutet 1:1.000. 1 Promille bedeutet 1 Gramm Alkohol pro 1 Kilogramm Blut.

Was passiert mit dem Alkohol im Blut?

Der Alkohol wird in Ihrem Körper abgebaut und gelangt in den Blutkreislauf. Von dort aus wird er zu verschiedenen Stationen im Körper transportiert. Im Gehirn wirkt er auf die Nervenzellen. Deren Informationsfluss wird verändert, die Leistungsfähigkeit sinkt.
Das Einschätzungsvermögen wird beeinflusst, Sie können Entfernungen schlechter einschätzen. Dies geschieht schon bei einem Promillewert von 0,2.
Ebenfalls wird das Sehvermögen negativ beeinflusst. Das Sichtfeld schränkt sich ein, bei hohem Alkoholkonsum tritt der Tunnelblick auf. In diesem Stadium fehlen Ihnen etwa 40% Ihres regulären Sichtfeldes. Dies birgt eine hohe Gefahr für Unfälle, selbst die Fähigkeit, auf einem Fahrrad zu fahren, ist eingeschränkt.
Wenn Sie nur ein Glas Wein oder eine Flasche Bier trinken, fühlen Sie sich oftmals entspannt und fröhlich. Der Alkohol dämpft Angstgefühle und wirkt enthemmend. Die Risikobereitschaft steigt und die eigenen Grenzen werden überschritten. Gerade im Straßenverkehr kann dies schlimme Folgen haben.

Nur nüchtern auf’s Rad oder hinter’s Steuer

Wenn Sie sich alkoholisiert hinter’s Steuer setzen, bedeutet dies nicht automatisch eine Ordnungswidrigkeit oder eine Straftat. Bis zu einem Promillewert von 0,5 wird das Vergehen nicht geahndet, außer Sie befinden sich noch in der Probezeit oder Sie fallen durch Anzeichen von Fahruntüchtigkeit auf, z.B. durch das Fahren von Schlangenlinien oder wenn Unfälle verursacht worden sind und das Reaktionsvermögen eingeschränkt ist. Für Fahranfänger gilt allerdings die 0-Promille-Grenze. Hier ist kein Alkohol erlaubt. Bei einem Wert zwischen 0,5 und 1,0 liegt eine Ordnungswidrigkeit vor. Diese wird mit einer Geldstraße, Punkten in Flensburg oder einem Fahrverbot geahndet. Eine Straftat liegt ab einem Wert von 1,1 vor oder wenn bei einem niedrigeren Wert eine Fahruntüchtigkeit zu erkennen ist. Die Folge sind sechs Monate Fahrverbot und ein Führerscheinentzug von bis zu fünf Jahren. Außerdem fällt ein hohes Bußgeld an und es werden sieben Punkte in Flensburg eingetragen.